Absolute Häufigkeit
In diesem Beitrag
Was versteht man unter absoluter Häufigkeit?
Die absolute Häufigkeit gibt an, wie oft ein bestimmter Wert oder eine bestimmte Merkmalsausprägung in einem Datensatz vorkommt. Sie ist die einfachste Form der Häufigkeitsangabe und wird in der Regel mit dem Symbol notiert, wobei für die jeweilige Merkmalsausprägung steht.
Formel
Dabei bezeichnet die Gesamtanzahl aller Beobachtungen im Datensatz. Die absolute Häufigkeit ist immer eine nicht-negative ganze Zahl und kann Werte von 0 bis annehmen.
Warum ist die absolute Häufigkeit für statistische Analysen wichtig?
Die absolute Häufigkeit ist der Ausgangspunkt nahezu jeder statistischen Auswertung. Sie bildet die Grundlage für weiterführende Maßzahlen wie die relative Häufigkeit (Anteil an der Gesamtmenge) oder die kumulierte Häufigkeit (aufaddierte Häufigkeiten). Ohne die absolute Häufigkeit lassen sich Häufigkeitstabellen, Balkendiagramme oder Kreisdiagramme nicht erstellen.
Besonders bei der deskriptiven Statistik – also der Beschreibung und Zusammenfassung von Daten – ist sie unverzichtbar. Sie zeigt auf einen Blick, welche Merkmalsausprägungen besonders häufig oder selten auftreten.
Praxisbeispiel zu absoluter Häufigkeit
Stell dir vor, du befragst 30 Studierende nach ihrer bevorzugten Lernmethode. Die Antwortmöglichkeiten sind: Lesen, Karteikarten, Videos und Lerngruppe. Die Auswertung ergibt folgende Häufigkeitstabelle:
| Lernmethode | Absolute Häufigkeit |
|---|---|
| Lesen | 8 |
| Karteikarten | 11 |
| Videos | 6 |
| Lerngruppe | 5 |
| Gesamt | 30 |
Man sieht direkt: Karteikarten sind mit 11 Nennungen die beliebteste Lernmethode, während Lerngruppen mit 5 Nennungen am seltensten gewählt wurden. Die Summe aller absoluten Häufigkeiten ergibt stets die Gesamtzahl der Beobachtungen – hier also 30. Diese einfache Übersicht ist der erste Schritt jeder Datenanalyse und bildet die Basis für alle weiteren Berechnungen.