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Statistik-Glossar

Absolute Häufigkeit

Absolute frequency · Maximilian Fuchs · 24. April 2026 · 3 Min. Lesezeit

Was versteht man unter absoluter Häufigkeit?

Die absolute Häufigkeit gibt an, wie oft ein bestimmter Wert oder eine bestimmte Merkmalsausprägung in einem Datensatz vorkommt. Sie ist die einfachste Form der Häufigkeitsangabe und wird in der Regel mit dem Symbol notiert, wobei für die jeweilige Merkmalsausprägung steht.

Formel

Dabei bezeichnet die Gesamtanzahl aller Beobachtungen im Datensatz. Die absolute Häufigkeit ist immer eine nicht-negative ganze Zahl und kann Werte von 0 bis annehmen.

Einfach erklärt Die absolute Häufigkeit ist nichts anderes als das schlichte Abzählen: Wie oft taucht ein bestimmter Wert in deinen Daten auf? Wenn in einer Befragung von 20 Personen 8 angeben, dass sie täglich Sport treiben, dann ist die absolute Häufigkeit für „täglich Sport“ gleich 8.

Warum ist die absolute Häufigkeit für statistische Analysen wichtig?

Die absolute Häufigkeit ist der Ausgangspunkt nahezu jeder statistischen Auswertung. Sie bildet die Grundlage für weiterführende Maßzahlen wie die relative Häufigkeit (Anteil an der Gesamtmenge) oder die kumulierte Häufigkeit (aufaddierte Häufigkeiten). Ohne die absolute Häufigkeit lassen sich Häufigkeitstabellen, Balkendiagramme oder Kreisdiagramme nicht erstellen.

Besonders bei der deskriptiven Statistik – also der Beschreibung und Zusammenfassung von Daten – ist sie unverzichtbar. Sie zeigt auf einen Blick, welche Merkmalsausprägungen besonders häufig oder selten auftreten.

Häufiger Fehler Absolute Häufigkeiten sollten nicht direkt zwischen Gruppen unterschiedlicher Größe verglichen werden. Wenn in Gruppe A 30 von 100 Personen eine Eigenschaft aufweisen und in Gruppe B 30 von 300 Personen, ist die absolute Häufigkeit zwar gleich – die tatsächliche Verteilung aber sehr unterschiedlich. In solchen Fällen sind relative Häufigkeiten aussagekräftiger.

Praxisbeispiel zu absoluter Häufigkeit

Stell dir vor, du befragst 30 Studierende nach ihrer bevorzugten Lernmethode. Die Antwortmöglichkeiten sind: Lesen, Karteikarten, Videos und Lerngruppe. Die Auswertung ergibt folgende Häufigkeitstabelle:

Tabelle 1. Absolute Häufigkeiten der bevorzugten Lernmethoden (n = 30)
Lernmethode Absolute Häufigkeit
Lesen 8
Karteikarten 11
Videos 6
Lerngruppe 5
Gesamt 30

Man sieht direkt: Karteikarten sind mit 11 Nennungen die beliebteste Lernmethode, während Lerngruppen mit 5 Nennungen am seltensten gewählt wurden. Die Summe aller absoluten Häufigkeiten ergibt stets die Gesamtzahl der Beobachtungen – hier also 30. Diese einfache Übersicht ist der erste Schritt jeder Datenanalyse und bildet die Basis für alle weiteren Berechnungen.

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